Zum Thema: Umweltschutz, Natur und Nachhaltigkeit, Best Practice aus der Modebranche • Hamburg, 04.07.2018

Umweltschutz in der Textilbranche - Warum Oleana ein Vorbild in Sachen Nachhaltigkeit ist

Foto: Oleana Strickmode

Ist Mode wirklich so gefährlich? Zumindest die Produktion von Textilien. Denn diese ist leider oft auch mit der Verwendung von umweltschädlichen Stoffen verbunden. So hemmen Chemikalien wie unter anderem Phthalate, die als Weichmacher für Kunstleder oder Gummi verwendet werden, die Entwicklung der Geschlechtsorgane bei Säugetieren. Kurzkettige Chlorparaffine (in Farbstoffen) gelten zudem als giftig für Wasserorganismen und reichern sich im lebenden Organismus an. Und auch zahlreiche andere Stoffe sind bei der Produktion im Spiel.

Studien der Umweltorganisation Greenpeace ergaben, dass viele Artikel bekannter Marken Spuren der Chemikalie Nonylphenolethoxylate (NPE) enthalten. Die Reste stellen zwar in der geringen Konzentration für die Träger von Shirts und Schuhen kein unmittelbares Gesundheitsrisiko dar, dafür aber für die Menschen in den Produktionsländern. In China, Bangladesch oder Vietnam sind die geringen Löhne das Argument vieler Marken, dort ihre Ware zu produzieren. Mit fatalen Folgen: NPE wird zu giftigem Nonylphenol (NP) abgebaut, das über das Abwasser in Flüsse und Seen gelangt, sich dort anreichert und so in die Nahrungskette gelangt. Die Substanz ist hormonell wirksam und kann schon in geringer Konzentration schädlich sein. Kein Wunder, warum die Chemikalie als Waschmittel seit 2003 in Europa verboten ist.

Skandinavien ist weltweit ein Vorreiter für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Im Norden ist die Natur so präsent, dass man sich mehr Gedanken darüber macht, wie sie geschützt werden kann – auch in Bezug auf Mode. Das norwegische Label Oleana stellt seine Strickmode in Ytre Arna an der Südwestküste des Landes her – und das vom Anfertigen jedes Kleidungsstücks über die Qualitätsprüfung bis hin zur Verpackung. Auf diese Weise hat das Unternehmen die Möglichkeit, sowohl die Produktionsprozesse als auch die Bedingungen, unter denen die Kleidungsstücke hergestellt werden, vollständig zu kontrollieren.

 „Wir können die erniedrigenden Arbeitsbedingungen vieler Frauen und Kinder nicht akzeptieren, um billige Textilprodukte herzustellen. Unsere Materialauswahl aus Wolle, Alpaka, Leinen und Seide ist nicht nur qualitativ hochwertig, sondern auch umweltfreundlich“, heißt es vonseiten der Marke. „Bei Oleana stellen wir unsere Produkte nachhaltig her und fördern den Einsatz ökologisch verantwortlicher Rohstoffe. Der Wegwerf-Lebensstil ist ein großes Umweltproblem, und die Bekleidungsindustrie spielt dabei eine große Rolle. Die Kosten für günstige Kleidungsstücke gehen auf Kosten anderer. Deshalb wollen wir unsere Kunden für einen Lebensstil mit wenigen, aber schönen Dingen begeistern, die dazu auch lange halten und mit einem zeitlosen Design bestechen.“ 

Oleana auf Skandinavien in Hamburg 

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